Kannst du sie spüren, deine Lust?

Kannst du sie spüren, deine Lust?

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Atme, stöhne, lache und wüte

An was denken wir beim Stichwort „weibliche Lust“?

Sind wir einmal ehrlich: „Weibliche Lust“ verbinden einige von uns sofort mit sexueller Lust, oder? Wer beim Blick auf den Titel geglaubt hat, hier ginge es genau darum, liegt nur teilweise richtig. Die Lust einer Frau hat für mich so viele Facetten. Sie ist so viel mehr als sexuelle Lustgefühle. Aber von vorne. 

Ein Blick auf Wikipedia verrät, dass Lust „eine intensiv angenehme Weise des Erlebens“ ist. Und dabei spiele es keine Rolle, ob sich die beim Essen, beim Sport, bei kreativer Arbeit oder eben beim Sex zeigt. Bei meiner Arbeit als Fotografin komme ich ständig mit ihr in Kontakt. Mit meiner eigenen Lust und auch mit der Lust meiner Kundinnen. Und das nicht nur bei meinen Boudoir Shootings.

Lust entmystifizieren

Die weibliche Lust gilt oft immer noch als ein Mysterium, das wir kaum bis gar nicht thematisieren. Noch vor 50 Jahren wurden Frauen gesellschaftlich geächtet, wenn sie außerehelich sexuell aktiv waren. Das prägt auch die Generationen danach. Mythen, dass Frauen grundsätzlich weniger lustvoll sind, schwirren noch immer durch den Raum. 

Als ich begann, meine Freunde nach ihrer Lust zu befragen, erhielt ich so manche schambehaftete Antwort. Auch wenn wir in scheinbar lockeren Zeiten leben und Frauen die gleichen Rechte wie Männer haben, hat sich das lustvolle Selbstverständnis der Frau in Wirklichkeit nur wenig gewandelt. Bei Befragungen geben Frauen brav wie Lämmer an, dass sie beim Sex Lust empfinden. Denn das wird von ihnen erwartet. Wer gibt schon gerne offen zu, dass ihr (Sex-)Leben wenig lustvoll ist? Mädels, ist Sex – erfüllend oder nicht einmal dahingestellt – wirklich alles, was uns beim Thema Lust einfällt? 

Wer gewinnt: Scham oder Spielzeug?

Von Dildo-Parties, frauenfreundlichen Pornos wie die von Erica Lust, „Sexual Health-Coachings“ bis hin zu Sex-Dates über Tinder: Was heute wie eine scheinbar voranschreitende Befreiung der weiblichen Lust wirkt, ist leider keine. Denn mitbekommen soll keiner was. Die Lust der Frau soll im Verborgenen bleiben. So wollen es die Frauen selbst.

Bei meinen Shootings begegnet mir oft diese unterdrückte oder gehemmte Lust. Eine Energie, die sich nicht zeigen darf. Wie oft erlebe ich Frauen, wie sie mit angezogener Handbremse leben. Die Gründe dafür sind verschieden. Für die einen bedeutet Lust, die Kontrolle zu verlieren, wenn sie sich einem Gefühl vollständig hingeben. Für die anderen bedeutet sie Angst, für eine offen gelebte Lust verurteilt zu werden. Übrigens auch von anderen Frauen.

Legt euch nicht selbst in Fesseln

Richtig gelebte Lust bringt eine tiefe Sättigung und Harmonie ins Leben, abgesehen von der guten Laune. Nur die wenigsten Frauen gönnen sich ein Leben in dieser Form oder arbeiten daran, sich ein solches zu schaffen. 

Liebe Frauen, wie viele Leben möchtet ihr so weitermachen? Sagen wir es, wie es ist: Wir haben unsere Lust über Generationen hinweg nicht nur kastrieren lassen. Wir verteidigen den Schongang auch noch. Lasst uns lustvoll leben – ohne Scham, aber mit viel Authentizität und Humor. Und dazu brauchen wir weder Räucherstäbchen noch Sex-Toys. Wir müssen uns nur erinnern. Lust ist eine der stärksten Quellen unserer weiblichen Kraft. (Alle nicht-spirituell Interessierten mögen vielleicht jetzt die Augen verdrehen. Aber ich möchte euch für einen kurzen Moment bitten, diesen Gedanken zuzulassen.)

Lebendige Lebensenergie ist eure Bestimmung

In jeder Frau steckt eine attraktive, nicht kontrollierbare Lebensfreude. Sie zu entdecken und auszuleben, liegt in unserer Natur. Wie sagt Andrea Lindau so schön: „Wo ist unser Blut? Wo riecht es nach unserem Schweiß? Wo hörst du das wilde, raue Lachen einer ungezähmten Frau? Wie willkommen ist unsere dunkle Seite? Wann und wie intensiv durchflutet uns Ekstase?“ 

Wie anfangs schon erwähnt, ist Lust für mich mehr als körperliche Lust. Es gibt unzählige Wege, wie du sie feiern und auf eine für dich würdevolle Weise erfahren kannst. Lindau beschreibt dies so: „Du kannst lustvoll kühne Visionen empfangen, Häuser bauen, Debatten führen, kochen, lachen… Es ist nicht, was du tust. Die Frage ist, wie du dabei bist. (…) Eine Frau, die die Lust des Lebens frei empfängt – in den Lenden, dem Herzen, dem Geist – ist unwiderstehlich schön. Also, lass dich von der Leine, Schwester. (…) Finde Freude und Lust in dir, bis jede Zelle deines Körpers davon vibriert.“

Ihr wisst schon, was jetzt kommt: Durchatmen, los geht’s!

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Deine Kati