Jeder ist kreativ. Ja, du auch!

Jeder ist kreativ. Ja, du auch!

6 Tipps, wie ich mir meine Kreativität bewahre

„Kreativität ist angeboren“…

Was haben das Grün der Bäume, die Stimme von Laith Al-Deen und die Bewegungen von Mady Morrison gemeinsam? Sie alle helfen mir dabei, kreativ zu sein. Ich erlebe Kreativität mit allen Sinnen und erhalte mir diese Fähigkeit ganz bewusst, die uns allen in die Wiege gelegt wurde. Sätze wie „Ich würde das auch gerne können, aber ich bin einfach nicht kreativ genug“ vermitteln den Eindruck, Kreativität wäre Talentsache und eben nicht jedem auf dieser Welt vergönnt. Folgt man den Worten von Professor Siegfried Preiser, Inhaber der Professur für Lebenslanges Lernen und Rektor an der Psychologischen Hochschule Berlin, ist „Kreativität (…) angeboren.“ Kreativer Einfallsreichtum ist also kein Geschenk, das einigen wenigen geschenkt wird. Jeder ist kreativ. 

…und notwendig

Kreative Köpfe finden sich nicht nur in Kunst, Design und Mode. Die Annahme, dass nur die handwerklichen Berufe kreativ sind, ist eine klare Fehlinterpretation. Denn gibt es überhaupt Berufe, die unkreativ sind? Die keine Innovationen schaffen und in ihren alten Mustern verhaftet bleiben? Professor Dr. Gerald Hüther bezeichnet „Entfaltung und Gestaltung“ sogar als menschliches Grundbedürfnis. Diese Idee finden wir auch schon in der Bedürfnispyramide nach Maslow. Es ist aber manchmal so, dass der kreative Funke unter all den langweiligen Aufgaben und Routinen vergraben liegt. Wenn ich zu lange mit Papierbergen, E-Mails und Anrufen jongliere, macht sich irgendwann von ganz alleine eine kleine Stimme bemerkbar, die mich an mein kreativ-künstlerisches Bedürfnis erinnert. Kreativität, also Innovationen zu schaffen, ist daher essentiell, wenn man im Wettbewerb mit konkurrierenden Unternehmen weiter bestehen und seinen Bedürfnissen folgen will. 

Was unseren Einfallsreichtum verdeckt

Wenn jeder von Natur aus kreativ und Ideenreichtum für die Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist, warum vermissen wir Kreativität als Erwachsener so oft? Die Gründe liegen auf der Hand. Wie meine Mitschülerinnen, Kommilitoninnen und ich so häufig feststellen mussten, ist das einzige „künstlerische“ Talent, was uns in Schule und Studium beigebracht wird, genug zu lernen, um die nächste Prüfung zu bestehen. Wir werden darauf konditioniert, zu beobachten, zuzuhören und unseren Lehrkräften das zu geben, was sie erwarten. Diese antrainierte Konformität und der vorauseilende Gehorsam werden uns spätestens in der Arbeitswelt zum Verhängnis. Denn kreativ sind wir dann vermutlich nicht mehr, dafür jedoch konform. Wir springen von einem Meeting ins nächste, erledigen die Dinge, die von uns erwartet werden und denken viel zu selten „outside the box“.

Im Quartett zu mehr Kreativität

Professor Preiser zeigt in seinen Studien zum Kreativitätsklima auf, dass es vor allem auf vier Faktoren ankommt: „Kreativität wird vor allem durch Freiräume gefördert. (Ob im Privaten oder) im Job sollte es die Möglichkeit geben, zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Dafür braucht es aber eine offene Fehlerkultur (sowie eine anregende und abwechslungsreiche Arbeit). Der vierte Punkt ist die zielorientierte oder intrinsische Motivation: Um kreativ eine Aufgabe zu lösen, muss man das Ziel sinnvoll finden und Freude am Weg dorthin haben.“ Dass alle Faktoren gleichzeitig im Außen vorliegen, ist eher eine Seltenheit. Wir sind also selbst gefragt, um uns einen kreativen Raum zu schaffen.

Was kann man tun, wenn sich gar kein Einfall einstellt?

Meine 6 Tipps für mehr Ideenreichtum

  1. Wirf alles weg! Löse dich von alten Gedankengängen und dann nimm im wahrsten Sinne des Wortes ein neues, weißes Blatt Papier. Erstelle eine detaillierte Beschreibung des Projekts oder der Aufgabe, so als würdest du von Null beginnen.
  2. Sprich darüber! Wenn du deine Gedanken laut aussprichst und sie einem Außenstehenden erklärst, wird dir so manches klar werden. Mir hilft es, wenn ich mich nicht nur mit Kollegen austausche, sondern vor allem mit Menschen, die von dem Thema wenig Ahnung haben. Dabei entstehen die besten Ideen. Probiere es aus!
  3. Mache etwas vollkommen anderes! Wenn du unter Druck stehst, ist es fast unmöglich, gute Ideen zu haben. Mach einen ausgiebigen Spaziergang im Wald und lausche den Blättern oder gönn dir einen guten Kaffee in netter Atmosphäre. Gute Einfälle kommen ja bekanntlich unter der Dusche, oder wie bei mir beim Tanzen.
  4. Dreh die Lautstärke auf! Obwohl Stille für viele Arbeitsabläufe optimal ist, zeigt die Forschung, dass gerade bei Innovation die Lautstärke aufgedreht werden kann. Die optimale Geräuschkulisse für Kreativität entsteht bei einem Geräuschpegel von 70 Dezibel. Das ist ähnlich laut wie in einem belebten Café. Jetzt wisst ihr auch, wieso ich so oft dort arbeite. 
  5. Ändere deine Perspektive! Betrachte die Welt von oben, gehe einen anderen Weg zur Arbeit oder wähle im Café einmal einen anderen Platz als deinen Lieblingstisch. Unsere Fähigkeit, neue und originelle Lösungen für Probleme zu entwickeln, kann so leicht angezapft werden.
  6. Beweg dich! 30 Minuten Sport am Tag sind nicht nur gut für unsere körperliche Fitness. Es erhöht auch unsere Fähigkeit, kreativ zu denken. Dieser Effekt hält nachweislich bis zu zwei Stunden nach dem Training an. Wenn ich weiß, dass heute meine Kreativität gefragt ist, starte ich den Tag mit einer Yogaeinheit von Mady.

Und wenn das alles noch nicht hilft, schau eine Folge von Wickie. Der rothaarige Wikingerjunge aus der Zeichentrickserie der 90er hatte immer die besten Einfälle. Vielleicht ja auch einen für dich. „Hey, hey, Wickie, hey, Wickie, hey!!“ 😉

LINKS AUS DIESEM POST

MADY MORRISON: Ab auf die Yoga-Matte mit Mady!

INSTAGRAM: #loewenschwester – Treffe andere Löwenschwestern!

FACEBOOK: #einzikatig – Hinter jedem Portrait steckt ein Mensch mit einer Geschichte.

INSTAGRAM: #einzikatig – Lass dich von mir inspirieren.

Bleibe einzikatig!

Deine Kati